Moderation


Moderation : Was ist es und was bringt es ?

Moderation bedeutet Gesprächs- und Versammlungsleitung
(im englischen „Facilitation”= Erleichterung !)

Dazu gehören verschiedene Unterfunktionen - jeweils mit Vorbereitung, Durchführung, Nacharbeit :
- Sicherung geeigneter Räume und passender Einrichtung
- Bereitstellen von Arbeitsmaterialien
- Festlegen und Strukturieren der Zeit (Arbeitszeiten, Pausen)
- sinnvolle Abläufe fördern
- Leitung der Versammlung (Ansagen, Anleitungen, Sprechzeiten)
- Sicherung von Austausch (Informationsfluss, Visualisierungen)
- Ergebnissicherung (Protokolle, Ergebnisstand)

Kriterien für die konkrete Umsetzung sind dabei :
- der Rahmen, welchen die AuftraggeberInnen setzen
- die TeilnehmerInnen (Anzahl, Teilgruppen, Eigenschaften, Ziele)
- die Zielsetzung der Versammlung

Was bringt Moderation ?

Moderation ist in ihrer Verantwortung zeitlich limitiert. Damit sind dem Anschluß an die Vorgeschichte und die Umsetzung in die Zukunft gewisse Grenzen gesetzt.
Der Vorteil ist die Unvoreingenommenheit der ModeratorInnen, auch im Sinne vom Erkennen blinder Flecken und dem Klären von „scheinbar Selbstverständlichem”.

Moderation als eigenständige Funktion entlastet :
- externe ModeratorInnen „zwingen” zu klarer Auftragserteilung
- die Versammlungsleitung ist unabhängig von inhaltlichen „Parteien”
- die TeilnehmerInnen können sich auf die Inhalte konzentrieren
- durch Spezialisierung - Moderation ist ein Beruf

 
Beispiele für Veranstaltungen, in denen Moderation angewandt wird:

Visions-Suche, Zukunftskonferenzen, Orientierungs- und Zielsetzungs-Tagungen
Besprechungen, Versammlungen, Großgruppenveranstaltungen

Versammlungen zur Beschäftigung mit der Zukunft oder den eigenen Zielen werden vielfach genutzt. Was will mit solchen Konferenzen erreicht werden?

 

Der Fokus der Veranstaltung mag je nach Initiative mehr auf dem Formulieren zukünftiger Aktivitäten oder stärker auf dem Erleben im „Hier und Jetzt” liegen und auf den daraus jeweils entstehenden Kräften.

Die Ziele sind so vielfältig wie die Menschen und Organisationen, die sie initiieren. Hier eine Sammlung wiederkehrender Motive:
. Die Vielfalt und die Gemeinsamkeiten einer großen (z.B. geographisch zerstreuten) Organisation erlebbar und nutzbar machen
. Gelegenheiten zum direkten Austausch schaffen, damit Förderung von Kontakt aber auch von „Sitzungs-Ökonomie”
. Einzelziele der Teilbereiche im direkten Austausch erfahren und verstehen
. Vorhandene Zielsetzungen klarer und transparenter machen, weitere Ziele setzen
. Synergien zwischen Teilbereichen suchen und finden, gegenseitige Unterstützungsmöglichkeiten finden
. Ziele aufeinander abstimmen
. Informelle Vemetzung schaffen und stärken
. Gesamtziele entstehen lassen, formulieren, planen

Dabei kann die Blickrichtung grundsätzlich
. inhaltlich/thematisch
. strukturell
. geistig (Haltung)
oder eine Kombination davon sein.

Modeme Moderationsmethoden und technische Möglichkeiten (Visualisierungen, digitale Fotografie, Echtzeit-Protokolle etc.) unterstützen diese Ziele.

 

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